Fälschung beweiserheblicher Daten, § 269 StGB

Der Tatbestand des § 269 StGB gehört zu den Urkundsdelikten und schützt den Rechtsverkehr im Hinblick auf beweiserhebliche Daten. Damit ist die Möglichkeit einer Strafbarkeit in Fällen gegeben, in denen die Daten gegenständlich nicht wahrnehmbar sind.

Was sind Daten?

Daten sind zunächst jegliche codierte Informationen, die zum Objekt eines Datenverarbeitungsvorgangs gemacht werden können.

Damit stellt § 269 StGB

  • Die Datenspeicherung, damit die Erfassung oder Aufbewahrung codierter Informationen,
  • Datenveränderung, damit die inhaltliche Umgestaltung dieser Informationen und
  • Datengebrauch

unter Strafe.

Strafbare Handlungen im Sinne des § 269 StGB sind beispielsweise:

  • Manipulationen von Guthabenkarten (z.B. Telefonkarten)
  • Gefälschte Mails (sog. Phishing Mails)
  • Übertragung von Daten für codierte Automatencheckkarten auf Blankette
  • Hinterlegung eigener Kontodaten in fremden eBay-Accounts
 
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